- schaewel : ACHTUNG ! Heute Nennschluss Hockenheim.
- Richard : Sorry.... Holgi ! (blöde Tastatür :-( )
- Richard : Bei mir ist noch alles dran ;-) Sehe zu das du kommst Holi... du must die Alu-flunder fraktion vertreten ! :-)
- Holgi : Danke Richard weiß aber noch nicht ob es klappt , müsste dann nachnennen. Habe das mit deinem Unfall erst gerade erfahren-echt übel-hoffentlich geht es Dir GUT ! LG Holger
- Richard : Hi Norbert, Startseite scheint jetzt wieder zu funktionieren :-)
- FMA : ACHTUNG: Zeitplan und Ausschreibunung GP-Hildesheim online!
- Norbert-Dube : Kann mir mal jemand erklären was mit meiner startseite los ist??? und wie bringt man sie wieder in Ordnung.
- Richard : Diesmal darfst du die Tourenwagen zeigen wo es lang geht Holger ;-)
- Holgi : Mal ne Frage zum Zeitplan von Hildesheim - dort steht nur GLPpro - fahren Touren/Formel zusammen????? Gruss Holger
- FMA : Meisterschaftsstand jetzt auch unter Ergebnisse!
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GLPpro - Fahrer Robert Retzlaf in Monaco
Es dauerte fast 3 Jahre, garniert mit einigen herben Rückschlägen, bis der Wagen tatsächlich halbwegs fahrbereit war. Im April 2009 folgt der erste Einsatz bei der GLPpro in Hockenheim, der in der siebten Runde des ersten Trainings abrupt mit einem Motorschaden endet. Bis zum Herbst lief die Kiste wieder, und ich wollte nun doch mal ein echtes Rennen bestreiten. Also ab nach Dijon, zum letzten Lauf der "European Historic F3 1000cc Trophy". Sehr aufregend, schwierige Strecke, Temperaturen um den Gefrierpunkt (Vergaservereisung inklusive) – aber zumindest durchgekommen, wenn auch im hinteren Drittel.
Dann erreicht die Szene die aufregende Neuigkeit: Statt des üblichen Formel Junior-Rennens soll beim GP Monaco Historique 2010 erstmals die Formel 3 an den Start gehen. Obwohl ich, abgesehen vom Start in Dijon, auf keinerlei Rennerfahrung zurückblicken kann und das Nenngeld wirklich astronomisch ist, melde ich mich an. Die nehmen mich sowieso nicht, aber probieren muss man es: so eine Chance gibt es vermutlich nur einmal im Leben. In der Regel kommen weit mehr Anmeldungen, als Startplätze zur Verfügung stehen, so dass sich der Veranstalter die Rosinen in Form von Fahrzeugen mit Monaco-Geschichte oder eben namhafte Fahrer herauspicken kann. Umso größer war die Überraschung, als Ende März die Bestätigung vom Automobil Club de Monaco eintrifft: Anmeldung akzeptiert, Startnummer 1! Peinlich, gerade für den langsamsten Fahrer...
Zum Trainieren schwatze ich unseren Söhnen leihweise die Playstation ab. Meine Runden enden meist schon in den ersten Kurven in den Planken, was mich nicht gerade ermutigt. Hoffentlich sieht das in der Realität anders aus. Nach wochenlangem Fiebern und emsigen Vorbereitungen (Organisation von Fahrzeugtransport, Übernachtung, Anreise usw.) treffen mein Freund Stefan, der mich als Mechaniker begleitet, und ich am Donnerstag vor dem Rennen in Monaco ein. Das Fahrerlager liegt direkt am Hafen, die tollsten Preziosen um uns herum, und wir zwei Amateure mittendrin. Die Papierabnahme funktioniert reibungslos, die extrem pingelige technische Abnahme absolvieren wir auch, so dass es am Samstag um 7.30 Uhr (!) mit dem ersten Training losgehen kann. Wir stehen um kurz nach 5 auf und schlagen uns zu Fuß irgendwie zum Fahrerlager durch, denn die an den Vortagen noch passierbaren Wege sind nun gesperrt. Die ersten Runden auf der Strecke beeindrucken unheimlich, es geht dermaßen eng zu, dass man sich nicht vorstellen kann, wie die moderne Formel 1 auf dieser Strecke so schnell unterwegs sein kann. Respekt vor diesen Jungs! Zu meiner Überraschung lande ich auf Platz 19 von 32 Startern, die anderen waren wohl noch nicht ausgeschlafen. Leider bringt uns das zweite Training wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: alle anderen werden schneller, ich hingegen 2 Sekunden langsamer, was am Ende Startplatz 29 bedeutet. Fehlzündungen in bestimmten Drehzahlbereichen, Probleme beim Einlegen des zweiten Ganges und vor allem ein zu leichter Gasfuß bedingen das Ergebnis.
Die Startposition in der vorletzten Reihe hat einen Vorteil: Ich komme ungeschoren durch den Starttumult, der unter anderem meinen Freund Klaus Bergs völlig unverschuldet schon vor dem Start aus dem Rennen wirft. Ein chaotischer Italiener, der seinen Startplatz nicht findet, fährt ihm beim Rangieren in der Startaufstellung übers Vorderrad und beschädigt Lenkung, Radaufhängung und Felge. Am Start schnupfen mich – unter gelben Flaggen – die beiden hinter mir gestarteten, so dass ich zumindest diese beiden wieder überholen muss. Das gelingt mir vor der Mirabeau – allerdings nur für ein paar Sekundenbruchteile. Zu spät gebremst, auf der noch feuchten Strecke rutsche ich auf den Reifenstapel zu und verpasse ihn nur um Haaresbreite. Natürlich flutschen der Brabham und der Cooper wieder durch, aber schlussendlich klappt es doch noch, sie zu überholen. Ohne eigenes Zutun profitiere ich dann vom Pech einiger Konkurrenten und werde bis auf Position 17 nach vorne gespült, während an der Spitze ein heißer Kampf zwischen Christian Traber und Francois Derossi die Zuschauer fesselt. Traber entscheidet das Duell mit weniger als 4/10 Sekunden Vorsprung für sich. Für Derossi, einem langjährigen Fürsprecher der 1000er Formel 3 aus den Jahren 1964-1970 und Mitorganisator der Europa-Trophäe, bleibt nur die schnellste Rennrunde und die Erkenntnis, dass es unheimlich schwer ist, in Monaco zu überholen. Der dritte deutsche Starter, Formel-3-Urgestein Hermann Unold, pilotiert seinen Tecno gewohnt schnell auf einen hervorragenden 6. Rang.
Damit ist für uns der aktive Teil des Rennwochenendes schon kurz nach 10.00 Uhr gelaufen. Wir können in Ruhe zusammenpacken und sogar zum ersten Mal von der Tribüne aus den Kollegen der historischen Formel 1 zuschauen. Trotz der leicht chaotischen Organisation und der horrenden Startgebühr bleibt das gute Gefühl, ohne Blessuren durchgekommen und einmal im Leben auf dieser einmaligen Strecke gefahren zu sein.
http://www.r-design.net/bt15/11_monaco_may10.html